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Luxemburg: Das Recht von Kindern mit Beeinträchtigung auf schulische Inklusion

Von 15. März 2016 Keine Kommentare
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Luxemburg: Das Recht von Kindern mit Beeinträchtigung auf schulische Inklusion

Von 15. März 2016 Keine Kommentare

Auch in Luxemburg diskutiert man inklusive Bildung in Hinblick auf politische und pädagogische Verantwortung.

Entscheidungsträger und Akteure des luxemburgischen Schulsystems, Eltern und ihre Vereinigungen, sowie alle interessierten Personen beteiligten sich an der Diskussion zum Thema Inklusive Bildung im Rahmen einer Veranstaltung in Walferdange, Luxenburg, am 29. Februar.IMG_3359Seit dem 13.07.2011 hat die Behindertenrechtskonvention Gesetzescharakter im Großherzogtum Luxemburg:

Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention bezieht sich auf Bildung und fordert:

„ … Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht … dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden … … Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen [inklusiven], hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben…… Menschen mit Behinderungen innerhalb des allgemeinen Bildungssystems die notwendige Unterstützung geleistet wird, um ihre erfolgreiche Bildung zu erleichtern …… treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen… zur Schulung von Fachkräften sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf allen Ebenen des Bildungswesens…… Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderung ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen haben. Zu diesem Zweck stellen die Vertragsstaaten sicher, dass für Menschen mit Behinderungen angemessene Vorkehrungen getroffen werden.“

Unser Präsident Germain Weber berichtet: “Es war eine spannende, sehr konstruktive Diskussion. Die Echos lauteten: `Wir sind ein Stück Richtung Inklusion im Bildungssystem vorangekommen´. Der Minister hat erstmals eine klare Linie in diese Richtung zum Ausdruck gebracht und erste Maßnahmen offiziell, bereits in der Regierung beschlossen, angekündigt.” IMG_3364

Rundtischgespräch Moderation: Univ.-Prof. Dr. Germain Weber, Universität Wien, Dekan der Fakultät für Psychologie, Institut für Angewandte Psychologie: Gesundheit, Entwicklung und FörderungTeilnehmer(innen):
Claude Meisch, Bildungsminister
Vanessa Dondelinger, Lehrerin, Primärschule Garnich
Martine Kirsch, Vize-Präsidentin Zesummen fir Inklusioun
Fernand Entringer, Juristischer Berater Zesummen fir Inklusion
Romain Martin, Universität Luxemburg, Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften

Abb – v.r.n.l.: Claude Meisch, Minstre de l’Education nationale, Germain Weber, Präsident Lebenshilfe Österreich, Romain Martin, Universität Luxemburg/Vize-Rektor für akademische Programme. Junge Volksschullehrerin, mit erster sich-selbst erworbener Erfahrung für erfolgreiche Inklusion eines Schülers mit autistischer Wahrnehmung, Vizepräsidentin der Vereinigung “Zesummen fir Inklusion” (Eltern und PädagogInnen), Rechtsanwalts-Berater Verein “Zesummen fir Inklusion” mit solider juristischer Argumentation.

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