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BildungInklusion

Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben!

Von 21. März 2016 Keine Kommentare
BildungInklusion

Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben!

Von 21. März 2016 Keine Kommentare
Unsere Kindheit prägt uns. Eine allgemein anerkannte Feststellung.
Sie prägt uns auch in Hinblick auf Gemeinschaft und Toleranz.

Umso wichtiger ist die Schulbildung als Basis einer modernen, tolleranten Gesellschaft, die jedem Menschen einen Platz in der Gemeinde einräumt!IMG_3268

Individueller Unterricht hilft allen SchülerInnen

Schule als Wiege von Toleranz und Gemeinschaft: Es gibt Modellregionen in Österreich, in denen gemeinsam gelernt wird – unabhängig vom Unterstützungsbedarf eines Menschen. Wie bei so manchem neuen Modell, werden auch beim gemeinsamen Lernen Ängste wachgerufen.

Viele fragen sich: Wie sinnvoll ist gemeinsames Lernen? Erfahren beide Seiten dadurch Nachteile?

Solange Schulen mit den nötigen Ressourcen ausgestattet werden und die Lehrkräfte in dem Umstellungsprozess zur inklusiven Schule gut begleitet werden, kein Problem! Der individuelle Unterricht in inklusiven Schulen kommt nämlich allen Schülern zugute!

Bedenken, dass das Lernniveau zu unterschiedlich sei, werden durch die Aufstockung von Pädagogen, Therapie-, Hilfs- und Pflegepersonal, zerstreut.
Denn jeder hat unterschiedliche Talente, jeder hat unterschiedlichen Förderbedarf.
Auch in Regelklassen gibt es unterschiedliche Lernniveaus, diesen würde man im Sinne der inklusiven Bildung dann auch gerecht werden können!

Wissenschaftliche Studien zur inklusiven Bildung sowie persönliche Erfahrungen, zum Beispiel aus den Modellregionen für eine inklusive Schule, die bisher in Österreich etabliert wurden, belegen den positiven Effekt der inklusiven Schule für ALLE:

Simone Engländer bescheinigt die positive Auswirkung auf Charaktereigenschaften und Weltanschauung/Toleranz von Menschen ohne Beeinträchtigung, die ein inklusives Miteinander kennengelernt haben. Siehe ihren Blog-Eintrag zu den Studienergebnissen: Inklusive Bildung – Studie zeigt positive Auswirkung

Von ihren persönlichen positiven Erfahrungen erzählt Ursula Vennemann, Präsidentin der Lebenshilfe Graz und Umgebung: Ihr Sohn hat als einer der wenigen Schüler in Österreich zwölf Jahre integrativen Unterricht in unterschiedlichen Schultypen besuchen können. So hat er sich mit Trisomie 21. (“Keep calm, it´s only an extra chromosome.”) zu einem selbstständigen jungen Mann mit 35 Jahren entwickeln können, der es gelernt hat, sich in unserer Gesellschaft zu bewegen und sein Leben mit Unterstützung gut zu meistern.IMG_3346

Was braucht es gegenwärtig um inklusive Bildung voranzutreiben?
Bislang verfügen die wenigsten Pflichtschulen über die sanitären Voraussetzungen für Schwerstbehinderte: Pflege- und Waschräume, Ruhe- und Therapieräume fehlen. Es braucht Verhandlungen mit dem Städte- und Gemeindebund zur Finanzierung dieser notwendigen Umfeldfaktoren. Und natürlich muss dies im neuen Stellenplan durch einen neu verhandelten Finanzausgleich ausreichend berücksichtigt werden.
 
 

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