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Inklusion

Papst Franziskus über Inklusion und Diskriminierung von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Kirche

Von 13. Juni 2016 Keine Kommentare
Inklusion

Papst Franziskus über Inklusion und Diskriminierung von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Kirche

Pope_Francis_South_Korea_2014Vatikanstadt-Rom, 11.06.2016 (KAP) Papst Franziskus hat die Diskriminierung von Behinderten in der katholischen Kirche kritisiert. Es sei traurig, dass den Betroffenen in einigen Fällen weiter der Zugang zu den Sakramenten verwehrt werde, heißt es in einem Redetext, den der Vatikan am Samstag verbreitete. In der Kirche müsse eine Mentalität herrschen, die Behinderten Schutz vor Vorurteilen, Ausgrenzung und Verdrängung biete, fordert der Papst darin.

Oft werde eine Verweigerung der Sakramente mit dem Hinweis begründet, Menschen mit Beeinträchtigungen würden nicht verstehen, worum es gehe, so Franziskus weiter. Ein anderes Argument sei, Menschen mit Beeinträchtigungen bräuchten die Sakramente gar nicht. Wer sich so äußere, habe jedoch den Sinn der Sakramente nicht verstanden und verhindere eine vollständige Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigungen in die kirchliche Gemeinschaft, betonte der Papst.
Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Kommunion, Ehe, Beichte Krankensalbung, Weihe und Firmung.
Der Papst nennt in seiner Ansprache keine konkreten Sakramente.
Infrage kommen dürften vor allem Kommunion, Beichte und Ehe.
Franziskus forderte zugleich eine stärkere Berücksichtigung in Gottesdiensten.
Etwa könnten Menschen mit Beeinträchtigungen durch Gesang und Gesten ihren eigenen Beitrag dazu leisten.
Franziskus ließ den Redetext an Teilnehmer einer Konferenz über Behindertenseelsorge der Italienischen Bischofskonferenz austeilen.
Während der Audienz selbst antwortete er auf Fragen seiner Gäste.

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