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FreizeitInklusion

Kunstprojekt: Sitzgelegenheiten an der Donaulände

Kunstprojekt Sitzgelegenheiten_Grein
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Kunstprojekt: Sitzgelegenheiten an der Donaulände

Wir alle merken relativ gut und schnell, ob ein Sessel eine Hilfe darstellt – oder nicht. Wenn bei einem Sessel etwas nicht stimmt, weil er etwa zu wenige Beine hat, eine zu hohe oder zu schräge Sitzfläche, falsch montierte Teile usw. dann fragen wir uns: “Was soll das? Wieso bietet mir der Sessel nicht die Funktion an, die ich von ihm erwarte?“ Ärger und Verwunderung, aber auch Frustration entstehen beim Betrachter. So geht es auch vielen Menschen mit Behinderungen, wenn sie auf keine oder nur halbherzige Unterstützung seitens der Gesellschaft treffen.

Noch immer kann für einen Rollstuhlfahrer eine Tür mehr Hindernis als Zugang sein.
Eine zu steile Rampe stellt die Endstation dar.
Ein zu enges WC stellt ein unerfüllbares Versprechen auf Erleichterung in den Raum.
Auf diese und andere Barrieren wird durch das Projekt “Sitzgelegenheiten” mit kreativen Mitteln aufmerksam gemacht.

Comeback der „Sitzgelegenheiten“ in Oberösterreich: Das Kunstprojekt „Sitzgelegenheiten“ der Lebenshilfe in Grein ist ab sofort erneut an der Donaulände zu bewundern.

Frisch gestrichenen und renoviert wurden die besonderen Stühle des Kunstprojektes „Sitzgelegenheiten“ von der Außengruppe der Werkstätte Grein erneut an der Donaulände in Grein installiert. Aufgrund der tollen Resonanz von Einwohnern und Touristen gibt es für die Aufmerksamkeit erregenden Stühle eine Wiederholung.

Nach dem Sommer werden die Stühle zum Kauf angeboten.

An den Sitzgelegenheiten kann man den Grad der tatsächlich realisierten Barrierefreiheit ablesen: Nur etwa ein Drittel der aufgestellten Stühle werden ihrem Zweck, einen Ort zum Ausruhen und Entspannen zu bieten, gerecht. Die verbleibenden zwei Drittel sind nur bedingt beziehungsweise sogar schlecht zum Sitzen geeignet. Dies spiegelt die Realität wider: nur wenige Gebäude und Einrichtungen wie Toiletten, Wirtshäuser oder Kirchen sind auch tatsächlich barrierefrei. Alle anderen behindern im Alltag die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung an der Gesellschaft.

Viele der Sessel stehen in einer direkten Verbindung zu den Arbeiten, die Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in der Werkstätte durchführen. Von Wolle über Ton und Holz bis hin zu Schaufel und Rasenmäher, Werkzeuge der Außengruppe der Werkstätte Grein, wurden zahlreiche Utensilien mit viel Symbolkraft in die Stühle eingearbeitet.

Sitzgelegenheiten sollen sesshaft werden

Wer Gefallen an den aussagekräftigen Kunstwerken gefunden hat, kann diese nach dem Sommer, wenn die Stühle wieder abgebaut werden, samt Aufstellvorrichtung erwerben. Der Erlös geht an die Lebenshilfe-Werkstätte Grein, die damit wieder neue Kunstprojekte umsetzen will.

Hier geht´s zum Katalog der aktuellen Sitzgelegenheiten

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