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#me too: Gewalt an Frauen mit und ohne Behinderungen

Von Andreas Zehetner17. Mai 2018 Keine Kommentare
Selbstvertreter Andreas Zehetner
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#me too: Gewalt an Frauen mit und ohne Behinderungen

Andreas Zehentner, Selbstverterter im Beirat der Lebenshilfe, war in Peniche, Portugal, und berichtet von der Tagung über Gewalt an Frauen mit und ohne Behinderungen

Andreas und seine Assistentin Marie

Am Montag den 9. April 2018, kamen wir gut an in Lissabon. Die Fahrt von Lissabon nach Peniche war sehr schön. Die Landschaft ist grün und hüglig. Man sieht viele Dörfer, Felder, Wälder, Windräder und Weingärten. Als wir nach Peniche kamen, gab es eine Stadtführung. Peniche ist ein altes Fischerdorf. In diesem Dorf steht eine alte Windmühle. Sie stammt aus dem Jahr 1857. In Peniche wird die Inklusion großgeschrieben. Denn unsere portugiesischen Kollegen pflegen in der Gemeinde die Gärten. Sie bauen auch in ihrem eigenen Garten Gemüse an. Wir haben zuerst das Museum besichtigt. Hier sahen wir die Stickerei. Das Sticken ist eine alte Handwerkskunst. Wir haben auch erfahren, dass sich Portugal selbst befreit hat von der Diktatur. Das war 1974. Am Dienstag den 10. April 2018 waren wir in der Hochschule für Tourismus. Das war auch für die restlichen Tage der Tagungsort. In Portugal ist die Bildung sehr inklusiv. In Portugal gibt es keine Sonderschulen. Die Sonderschule gab es in Portugal überhaupt nicht.

Thema Gewalt an Frauen mit und ohne Behinderungen

In den Niederlanden gibt es eine Studie über Gewalt bei und über Menschen mit Behinderungen.

Diese Studie ist sehr erschreckend. In dieser Studie wurden verschiedene Arten von Gewalt angeführt.

Es sind dies: Physische Gewalt, Sexuelle Gewalt, Psychische Gewalt, Verwahrlosung, Freiheitsbeschränkung, Geldmissbrauch, Gewalt gegen Rede und Meinungsfreiheit, Ausbeutung, Diskriminierung, Gewalt im Internet, Recht auf Mutterschaft und Kinder, übermäßige Medikamente, Manipulation und vieles mehr;

à Kroatien

In Kroatien ist das Thema Gewalt ein schweres für die Selbstvertreter.

à Ergebnis aus der Arbeitsgruppe

In der Arbeitsgruppe kam heraus, dass Gewalt auch an den sichersten Orten passiert. Da ist zum Beispiel: Die vier Wände im Elternhaus.

Es kam auch heraus, dass sichtbare Gewalt in der Öffentlichkeit passiert und die unsichtbare Gewalt hinter verschlossenen Türen. Es soll in Zukunft barrierefreie Information in allen Bereichen geben zum Thema Gewalt.

Am Mittwoch den 11. April 2018, stand der Tag ganz im Zeichen der Studienbegutachtung zum Thema Gewalt und deren Verbesserungen bei Frauen.

Wir haben drei Fallstudien besprochen. Das sind:

  • Entscheidungsfindung
  • Internetkrimminalität
  • Gewalt mit Drohungen

Danach haben wir alle Situationen in den einzelnen Ländern beleuchtet und präsentiert. Nach der Präsentation haben wir einen Aktionsplan entworfen. An diesen Aktionsplan haben folgende Länder mitgearbeitet: England, Holland, Spanien, Portugal, Österreich, Tschechien, Estland, Kroatien und Rumänien; Im Aktionsplan steht:

Am Donnerstag den 12. April 2018, stand der Tag der Präsentationen der einzelnen Länder zum Thema Selbstvertretung und ob Selbstvertreter vorhanden sind. Bei den Präsentationen wurde klar, dass es Selbstvertreter in allen europäischen Ländern gibt. Das bedeutet, dass die Selbstvertreter sehr gut aufgestellt sind in Europa. Die Erhebung der Selbstvertreter in den einzelnen Ländern Europas zeigt, dass die Selbstvertreter ihre Meinung sagen dürfen. Die Themen sind in ganz Europa die gleichen. Europaweit arbeiten wir miteinander und ziehen an einem Strang. Denn wir wissen, welche Probleme und Wünsche unsere Kollegen haben. Die Präsentationen waren äußerst zufriedenstellend. Es wären fast die letzten Arbeitsgruppen in das Wasser gefallen so interessant waren die Präsentationen.

Arbeitsgruppe zum Thema Entscheidungsfindung und persönliche Zukunftsplanung

In England ist das Sachwaltergesetz gehört repariert und reformiert. Aber nicht nur in England ist das Sachwaltergesetz bedürftig, sondern auch in Spanien und Portugal. Diese Länder sind stolz auf unsere Arbeit beim Erwachsenenschutzgesetz in Österreich.

Arbeitsgruppe zum Thema Wahlrecht in Europa

Bei diesem Thema wurde Spanien heftig kritisiert. Die Begründung ist die, dass Spanien unsere Kollegen prüft, ob sie wahlberechtigt sind oder nicht. In Österreich und in England haben Menschen mit Beeinträchtigung das volle Wahlrecht.

AutorAndreas Zehetner

Selbstvertreter

Andreas Zehetner ist tätig im Selbstvertretungs-Beirat der Lebenshilfe Österreich. Er setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein - auf nationaler wie internationaler Ebene.

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