Österreich braucht ein inklusives Schulsystem für alle Kinder

Eine junge Frau mit Brille beugt sich über einen Tisch, um sich mit ihren Klassenkameraden in einem hellen, modernen Klassenzimmer zu unterhalten.ERG Donaustadt Nadja Meister

Eine gemeinsamer Bericht von Lebenshilfe, Diakonie und Inklusion Österreich zeigt: Österreichs Schulsystem muss inklusiver werden.

Inklusive Bildung ist die bessere Bildung – für alle Kinder. Doch Österreich ist von diesem Ziel noch weit entfernt: Im Schuljahr 2024/25 hatten 31.411 Kinder und Jugendliche einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Mehr als ein Drittel von ihnen besuchte eine Sonderschule.

Eine vergleichende Analyse der neun Bundesländer zeigt strukturelle Herausforderungen und Handlungsbedarf. Untersucht wurden unter anderem die Umsetzung schulischer Inklusion, die Regelungen zur Schulassistenz, die Verteilung von Ressourcen und die Häufigkeit von Suspendierungen.

Gleichzeitig macht die Analyse deutlich: Inklusion gelingt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Davon profitieren alle Kinder, durch vielfältige Lerngruppen, gemeinsames Lernen und einen Unterricht, der Vielfalt als Chance versteht.

Fünf Forderungen für ein inklusives Schulsystem

Lebenshilfe, Diakonie und Inklusion Österreich fordern von Politik und Verwaltung konkrete Schritte, damit jedes Kind entsprechend seinem Unterstützungsbedarf wohnortnah inklusiv lernen kann.

Dazu gehören:

  • ein inklusives Bildungssystem ohne separates Sonderschulwesen,
  • die Umverteilung von Ressourcen hin zu inklusiven Regelschulen,
  • bundesweit einheitliche Standards,
  • eine verbesserte und verlässliche Datenlage,
  • ein klares politisches Bekenntnis zur inklusiven Bildung und die Beendigung struktureller Diskriminierung.

Jedes Kind soll entsprechend seinem Unterstützungsbedarf gemeinsam mit anderen Kindern lernen können.

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