Entscheidend: Persönliche Assistenz
Menschen mit intellektuellen Behinderungen haben ein Recht auf Selbstbestimmung.
Damit alle Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt leben können, braucht es oft die Unterstützung von Assistent*innen. Das nennt sich „Persönliche Assistenz„.
Diese Hilfe soll für alle Menschen zugänglich sein. Es soll keine Einschränkungen geben. Weder Alter noch Geld sollen ein Problem sein. So wird auch die UN-Behinderten-Rechts-Konvention erfüllt.
Was ist dabei wichtig?
Damit die Persönliche Assistenz gut funktioniert, ist es wichtig, dass es, eine gute Team-Koordination und ein flexibles Budget gibt.
- Die Team-Koordination hilft bei der Organisation.
- Das Budget gibt Freiheit und Unabhängigkeit.
- Es soll ein Unterstützungs-System geben.
- Dieses System soll sich an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Was sind unsere Forderungen?
Durch ein gutes Unterstützungs-System können alle Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilnehmen. Die Lebenshilfe fordert Bund und Länder auf, diese Forderungen umzusetzen.
- Die Lebenshilfe will gleiche Standards für alle – und zwar in ganz Österreich.
- Es soll keine Begrenzung der Assistenz-Stunden geben.
- Der Selbstbehalt soll wegfallen.
- Es soll Schulungen für Assistent*innen und Assistenz-Nehmer*innen geben.
- Es soll klare Qualitäts-Standards geben.
So sieht Persönliche Assistenz aus:
Renate Plansky aus Tirol beweist es: Selbstbestimmt Leben ist auch mit einer intellektuellen Behinderung möglich!
Renate ist 56 und taub. Früher lebte sie in einem Wohnhaus der Lebenshilfe Tirol, sicher und auch nicht schlecht, aber sie fühlte sich nicht wirklich zuhause. Heute wohnt Renate selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung. Möglich macht das ihre Assistentin Theresia Hörtnagl, die sie im Alltag unterstützt.
Vinko Najdek aus Salzburg war einer der ersten Menschen mit Lern-Schwierigkeiten, der Persönliche Assistenz bekommen hat.
Seit 2017 nützt Vinko Najdek Persönliche Assistenz. Er war einer der ersten Menschen mit Lern-Schwierigkeiten, der diese Unterstützung im damaligen Pilotprojekt des Landes Salzburg bekommen hat. Heute arbeitet Vinko von seiner Wohnung aus 20 Wochenstunden für einen Wein-Vertrieb: Er lebt selbstbestimmt und unabhängig.


