Inklusive Bildung: Eine gemeinsame Schule für alle

Kinder mit intellektuellen Behinderungen haben das Recht auf eine gemeinsame Schule mit allen Kindern.

Warum brauchen wir eine Schule für alle?

Das Schul-System in Österreich verletzt die Menschenrechte.

Derzeit gibt es Sonderschulen und Regelschulen.

Das hält viele Kinder mit Behinderungen in Sonderschulen am Rand der Gesellschaft.

Kinder mit Behinderungen haben aber das Recht auf Inklusion. Sie haben das Recht, in einer gemeinsamen Schule für alle zu lernen.

Seit 2008 gilt in Österreich die UN-Behinderten-Rechts-Konvention. Diese Konvention schützt die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Was ist ein inklusives Schul-System?

Ein inklusives Schul-System heißt alle Kinder willkommen.
Ein Lehrer-Team ist für alle Kinder zuständig.
Kinder werden nicht in „behindert“ und „nicht-behindert“ eingeteilt.
Der Unterricht passt sich den Fähigkeiten der Kinder an.
Die Unterrichts-Umgebung passt sich den Bedürfnissen der Kinder an.
Kinder lernen in ihrer eigenen Geschwindigkeit.
Sie lernen im gemeinsamen Klassen-Verbund.

Was macht den inklusiven Unterricht aus?

Die inklusive Schule geht von unterschiedlichen Bedürfnissen aus.
Sie setzt Methoden ein, die jedes Kind fördern.
Es gibt Kleingruppen-Arbeiten, Stations-Betrieb, Peer-Teaching, Multi-Level-Teaching und individuelle Lehrpläne.
Die Kinder lernen voneinander und miteinander.
Kinder mit Behinderungen haben oft starke emotionale Begabungen.
Dadurch lernen alle voneinander. Es entsteht Solidarität.

Was sind die Vorteile?

Inklusive Schulen sind gut für alle Kinder.
Gemeinsames Lernen unterstützt die intellektuelle und auch die soziale Entwicklung.
Talente und Stärken zählen mehr als Defizite.
Es gibt keine Ausgrenzung.
Inklusive Bildung verbessert den Unterricht für alle Schüler*innen.

Gibt es Erfahrungen mit Inklusions-Klassen?

In vielen europäischen Ländern gibt es keine Sonderschulen mehr.
So hat etwa Italien bereits 1977 alle Sonderschulen abgeschafft. Stattdessen gibt es dort Inklusions-Klassen. Das Beispiel zeigt, dass Inklusion funktioniert.
Viele Studien belegen, dass inklusive Schul-Systeme gut sind.
Sie bereichern die Entwicklung und Erfahrung von Menschen mit und ohne Behinderungen.

Was sind unsere Forderungen?

So sieht inklusive Bildung aus:

Italien zeigt wie inklusive Schule funktionieren kann

Italien hat Sonderschulen bereits in den 1970er Jahren abgeschafft: Lilli Thayer, ein Mädchen mit Mehrfachbehinderung, besucht dort heute ganz selbstverständlich ein Gymnasium. Ein Beispiel, das zeigt, was inklusive Bildung leisten kann und wie weit Österreich noch hinterherhinkt.

Inklusion macht auch vor der Oberstufe nicht halt

Das Evangelische Realgymnasium Donaustadt und die Diakonie Bildung in Wien beweisen, dass Inklusion auch in der Oberstufe funktioniert: Mit individuellen Stundenplänen und inklusionspädagogischer Begleitung lernen Schüler*innen mit intellektuellen Behinderungen gemeinsam mit allen anderen.

Hochschule für alle, die PH Salzburg macht es möglich

Die Pädagogische Hochschule Salzburg zeigt, dass Hochschulbildung für alle möglich ist: Mit dem vierjährigen Programm BLuE – Bildung, Lebenskompetenz und Empowerment, können Menschen mit intellektuellen oder psychischen Behinderungen erstmals in Österreich gemeinsam mit anderen Studierenden an einer Hochschule lernen und sich auf Berufe in Pädagogik, Tourismus oder Verwaltung vorbereiten.

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