Die Lebenshilfe Österreich unterstützt gemeinsam mit rund 30 Organisationen die Petition „Meine Würde“. Wir fordern Bundesministerin Korinna Schumann auf, das österreichische Begutachtungssystem umfassend zu reformieren. Begutachtungen müssen menschenwürdig, fachlich kompetent, transparent und unabhängig sein.
Ob Pflegegeld oder andere Leistungen: Das Ergebnis einer ärztlichen Begutachtung entscheidet darüber, welche Unterstützung ein Mensch bekommt. Eine falsche oder zu niedrige Einstufung hat große Folgen für Betroffene und ihre Familien. Trotzdem erleben viele Menschen mit Behinderungen, chronischen und psychischen Erkrankungen, dass ihnen bei der Begutachtung nicht geglaubt wird, obwohl sie alle Befunde und Fachgutachten mitbringen.
So darf ein System, das Menschen unterstützen soll, nicht funktionieren.
Daher fordern wir Bundesministerin Korinna Schumann auf, das österreichische Begutachtungssystem umfassend zu reformieren
Auf www.meinewürde.at erzählen Menschen mit Behinderungen, chronischen und seltenen Erkrankungen sowie Angehörige von ihren Erfahrungen mit Begutachtungen. Auch ausgewiesene Fachärzt*innen erklären, warum sich das System verändern muss. Hör dir ihre Erfahrungsberichte an. Und mach dir selbst ein Bild.
Unsere Forderungen
- Menschenwürde statt Misstrauen: Menschen, die zu einer Begutachtung kommen, müssen mit Respekt behandelt werden. Sie dürfen nicht von vornherein unter Verdacht stehen, ihre Beschwerden oder Unterstützungsbedarf zu erfinden.
- Die richtige Fachperson für die richtige Diagnose: Wer komplexe Diagnosen oder eine seltene Erkrankung beurteilt, muss sich damit auskennen. Bereits existierende Fachgutachten sollten verpflichtend als Grundlage herangezogen werden.
- Einmal beurteilt muss reichen – wenn sich nichts ändert: Wer eine angeborene oder dauerhafte Behinderung, wie eine Querschnittslähmung, hat, soll nicht alle paar Jahre erneut beweisen müssen, dass er oder sie noch Unterstützungsbedarf hat.
- Nachvollziehbare Entscheidungen statt Black Box: Jede und jeder hat das Recht zu verstehen, warum ein Antrag abgelehnt wurde – mit einer klaren, schriftlichen Begründung und der Möglichkeit, das Gutachten zu sehen und anzufechten.
- Eine unabhängige Begutachtung: Die Stelle, die über Pflegegeld oder andere Leistungen entscheidet, darf nicht gleichzeitig diejenige sein, die das Geld dafür auszahlt. Es braucht ärztliche Begutachtungen, die wirklich unabhängig sind.
Folgende Organisationen tragen diese Kampagne mit:
Assistenz24 gemeinnützige GmbH, Autismus Network Austria, Brozek Power Consulting e.U., Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE), Caritas Österreich, ChronischKrank Österreich, crazy turn, Dachverband IDEE Austria – Interessenvereinigung der Erfahrungsexpert:innen für psychische Gesundheit, Diakonie gemeinnützige GmbH, Down-Syndrom Wien, Ehlers-Danlos Community Austria, Inklusion Österreich, Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, Lebenshilfe Österreich, Lichterkette, Lobby4kids – Kinderlobby, Österreichische Gesellschaft für ME/CFS, Österreichische Rheumaliga (ÖRL), Österreichische Vereinigung Morbus Bechterew, pro mente austria, Pro Rare Austria Allianz für seltene Erkrankungen, Psychotherapeutischer Bereitschaftsdienst, Rheumalis, Selbsthilfe Lupus Austria, SLIÖ – Selbstbestimmt Leben Österreich, So und Anders … qualifiziert am Arbeitsmarkt, Urtikariaverband und WAG Assistenzgenossenschaft.
Mit deiner Unterschrift forderst du ein Begutachtungssystem, das Menschen respektiert und ihren Unterstützungsbedarf fair beurteilt. Für Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten und psychischen Erkrankungen und für ihre Angehörigen.
Unterschreib jetzt für ein würdevolles Begutachtungssystem und teile die Petition!





