Lebenshilfe Österreich begrüßt Empfehlungen der Wehrdienstkommission zu Zivildienst Verlängerung
Lebenshilfe Österreich begrüßt Empfehlung zur Verlängerung des Zivildienstes auf 12 Monate und qualifizierende Ausbildungen – für mehr Qualität und Kontinuität in der Assistenz.
Wien, 20. Jänner 2026
Die LHÖ begrüßt ausdrücklich die Empfehlung der Wehrdienstkommission, die Dauer des Wehrersatzdienstes (Zivildienst) um zumindest drei Monate anzuheben – also auf zwölf Monate. Zivildiener leisten in den gemeinnützigen Lebenshilfen in ganz Österreich einen unverzichtbaren Beitrag: Sie unterstützen in der Assistenz von über 19.000 Klientinnen und Klienten und begleiten Menschen mit Behinderungen hin zu einem selbstbestimmten Leben.
Ein längerer Zivildienst verbessert aus Sicht der Lebenshilfe die Qualität der Begleitung für Klientinnen und Klienten. Er ermöglicht mehr Zeit für Einarbeitung, erhöht die Beziehungskontinuität und entlastet Fachkräfte, die sonst laufend neu einschulen müssen.
„Eine Verlängerung des Zivildienstes auf zumindest zwölf Monate stärkt die Qualität und die Stabilität in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen“, betont Anton Henckel-Donnersmarck, Präsident der Lebenshilfe Österreich.
Ebenso begrüßt die LHÖ die konkrete Empfehlung aus dem Bericht der Wehrdienstkommission „Ausbildungen vorzusehen und anzubieten, die zu einer Berufsqualifikation führen“. Gerade in der Assistenz und der Begleitung von Menschen mit Behinderungen ist das sinnvoll, weil eine verbesserte Berufsqualifikation Sicherheit und mehr Teilhabe durch professionellere Unterstützung schafft. Berufsqualifizierende Module könnten Zivildienstleistenden zusätzlich eine Perspektive im Sozialbereich eröffnen – ein wichtiger Beitrag gegen den aktuellen Personalmangel. „Wenn der Zivildienst gezielt qualifiziert, profitieren alle: Menschen mit Behinderungen durch bessere Assistenz, Teams durch Entlastung – und junge Männer durch eine echte berufliche Perspektive im Sozialbereich“, sagt Philippe Narval, Generalsekretär der Lebenshilfe Österreich.
Die Lebenshilfe Österreich appelliert an die österreichische Bundesregierung, diese Empfehlungen im Zuge der Wehrdienstreform zeitnah umzusetzen, um die Qualität des Zivildienstes nachhaltig weiterzuentwickeln.
Über die Lebenshilfe:
Die Lebenshilfe Österreich vertritt seit 1967 die Rechte von Menschen mit intellektuellen Behinderungen. Sie ist der Dachverband der insgesamt acht Lebenshilfe-Landesorganisationen. Die Lebenshilfe begleitet österreichweit rund 19.000 Menschen mit Behinderungen: beim Wohnen, beim Arbeiten, bei der Durchsetzung der eigenen Rechte. An 280 Standorten arbeiten über 7.500 Mitarbeiter*innen.
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